Dienstag, 16. Mai 2017

Virserums neue Vävstuga



Letztes Jahr hat Virserums Hembygdsförening, der Verein, der das hiesige Museumsdorf betreut, das Gelände der ehemaligen Möbelfabrik in Virserum übernommen, das eine Zeitlang unter dem Namen Dackestop bekannt war. Nun hat es seinen alten Namen Bolaget wieder und soll Kultur- und  Vereinszentrum werden.



Auf dem Gelände finden sich noch einige Gebäude, die zur Möbelfabrik gehörten. Im Vordergrund sieht man das ehemalige Holz-Trockenlager, in dem Haus im Hintergrund residiert heutzutage das Möbelindustriemuseum.


Links davon liegt ein hübscher Kräutergarten, das Gebäude dahinter beherbergt das Telekommunikationsmuseum und das gewölbte Dach ganz hinten gehört zur Kunsthalle Virserum.


Direkt gegenüber der Kunsthalle liegt das ehemalige Eichenholzlager und in die beiden unteren Stockwerke ist im letzten  Dezember Virserums Vävstuga eingezogen. Diese Räumlichkeiten wurden vor ein paar Jahren noch von der Kunsthalle genutzt und wir profitieren nun von der praktischen Einrichtung.



Direkt am Eingang gibt es eine kleine Theke und dahinter zwei helle Räume, die wir als Büro und Garnlager für die laufenden Projekte nutzen.


Gegenüber der Eingangstür ist eine große Sitzecke entstanden.


Hier finden bei Kaffe und Kuchen Montagabends unsere Besprechungen statt.


Im Raum hinter der Regalwand liegt unsere kleine Küche.


Eingerichtet mit allem, was man so braucht.


Im Untergeschoss haben neun große Webstühle einen neuen Platz gefunden.


Hinten links in der Ecke steht nun unser Damastwebstuhl.


Es ist einfach wunderbar, dass man nun einfach um jeden Webstuhl herumgehen kann, ohne laufend irgendetwas beiseite schieben zu müssen.



Die Gruppe hatte versucht, möglichst viel fertig zu weben, um so den Umzug etwas einfacher zu gestalten, aber etliche Webstühle mussten mit aufgespannter Kette umgezogen werden.



Im Obergeschoss konnten  weitere zwanzig Webstühle untergebracht werden.


Darunter auch ein paar kleinere, wie dieses niedliche Mini-Modell von Glimåkra, auf dem momentan Spültücher gewebt werden.



Auf einer Kette, die uns kürzlich jemand geschenkt hat, entsteht gerade ein Bildgewebe.


Desweiteren gibt es hier oben jetzt einen speziellen Arbeitsplatz zum Schneiden von Stoffstreifen für die beliebten Flickenteppiche.


Hier ein Beispiel in Köperbindung


und ein weiteres in Rosengangbindung.


Der Tisch am anderen Ende des Raums ist für das in Schweden übliche förskedning vorgesehen.


Auch in unserer Vävstuga wird selten mit dem Reedekamm gearbeitet, stattdessen wird die Kette in einen gröberen Kamm eingezogen, bevor sie am Webstuhl aufgebäumt wird.


Hier hinten steht auch der große Schärbaum und an der Wand hängen unsere Webblätter. Das Regal ist mit Restgarnen aus Baumwolle, Cottolin und Leinen gefüllt.


Und in der linken Ecke sind die Woll-Vorräte gelagert.

Es sind tolle Räume in einer schönen Umgebung und es macht wirklich viel Freude hier weben zu können.





Kommentare:

  1. So sieht wohl ein Weber- Paradies aus, oder??? Einfach toll.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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  2. Ich freue mich über diese tollen hellen großzügigen Räume. Danke für die Bilder.

    LG Ate

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  3. Ein Traum! Allein schon die Möglichkeit, in einer Vävstuga mitzuarbeiten - dann noch in so einem tollen großzügigen Gebäude inmitten eines Museumsdorfes! Es tut gut zu sehen, dass es das gibt: Menschen, die sich zusammentun um gemeinsam ein altes Handwerk auszuüben. Bin begeistert!
    Sigrid

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  4. hej Marlies,
    besser könntet ihr es ja gar nicht haben. So viel Platz, so viele Webstühle und richtig gemütlich sieht das bei euch aus
    lg Heike

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  5. Traumhaft ! Da kann man echt nur neidisch sein...

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  6. Wooow ich bin begeistert. Da würde ich auch gern leben wollen. Alles so nah bei dir.Ich wünsche dir einen schöne Zeit dort.Sei Herzlich gegrüsst von Conny

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